Mikrochip erzeugt eigenen Solarstrom

Eine integrierte Solarzelle macht die Energiezufuhr von außen überflüssig

Mikrochip mit integrierter Solarzelle
Mikrochip mit integrierter Solarzelle

Twente (Niederlande) - Wissenschaftler der Universität Twente haben in Zusammenarbeit mit Forschern aus Nankai (China) und Utrecht einen Mikrochip entwickelt, der sich selbst mit Strom versorgt. Der Chip gewinnt seine Energie über eine integrierte Solarzelle und macht so die externe Stromversorgung über Batterien überflüssig. Die Wissenschaftler präsentierten ihre Ergebnisse auf dem "International Electron Device Meetig" in San Francisco.

Anstatt eine fertige Solarzelle auf dem Chip anzubringen, haben die Wissenschaftler die einzelnen Bausteine der Solarzelle Schicht für Schicht auf den Chip aufgetragen. Diese Methode erhöht die Effizienz der Solarzelle und spart außerdem Materialien. Um bei dem Prozess die Elektronik des Mikrochips nicht zu beschädigen, entschieden sich die Forscher für Solarzellen aus amorphem Silizium. Ein weiterer Vorteil dieser Energieerzeuger ist, dass sie schon bei geringer Solarstrahlung funktionieren. Dies erlaubt, sie auch in Innenräumen zu verwenden - vorausgesetzt sie benötigen nicht mehr als ein 1 Milliwatt an Leistung. Aus solchen Mikrochips könnte man beispielsweise autonome Sensoren bauen, die mit Antennen für eine kabellose Kommunikation ausgestattet werden können.