Entwicklung Windleistung

Ausbau der Windkraft für die Energieversorgung

Weltweit liefert Wind bisher nur einen kleinen Bruchteil des benötigten Stroms. Doch diese Energiequelle wird stetig ausgebaut. Deutschland war bis 2007 noch Windweltmeister, doch seit dem Jahr 2010 hat uns die Volksrepublik China abgelöst. Deutschland stand im gleichen Jahr nur noch auf Platz drei der Weltrangliste hinter den USA, danach folgten Spanien und Indien.

Entwicklung des aus Windenergie erzeugten Stroms in den Jahren 1991 bis 2009 in Deutschland. Während 1991 lediglich 0,13 Terawattstunden (TWh) eingespeist wurden, waren es 2009 bereits 38 TWh.
Windenergieanlagen und deren Leistung in Deutschland

Windenergie und Wasserkraft sind die beiden Hauptquellen für den Beitrag der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung in Deutschland. Allerdings ist die Menge des Stroms aus Windenergie im Jahr 2010 gegenüber dem Jahr 2009 witterungs- und konjunkturbedingt um etwa fünf Prozent auf 36,5 Terawattstunden (TWh) zurückgegangen, obwohl sich der steigende Trend beim Ausbau der Windkraft auf insgesamt über 21.000 Anlagen fortgesetzt hat. Sie waren über das ganze Bundesgebiet verteilt und ergaben zusammen eine installierte Kraftwerkskapazität von 27.215 Megawatt (MW).

Nach Abschätzungen des Bundesumweltministeriums beträgt das ausbaufähige Potenzial der Windenergie auf dem Festland 45.000 MW und Offshore - auf offener See - jeweils zusätzlich 35.000 MW mit potenziellen Erträgen von 100 Terawattstunden pro Jahr auf dem Land 135 Terawattstunden pro Jahr offshore. An der Primärenergieversorgung Deutschlands im Jahr 2010 war der Anteil der Windenergie mit 0,9 Prozent jedoch noch deutlich bescheidener.

Weltweit installierte Windleistung Ende 2010 unterteilt nach Ländern: China 22 Prozent, USA 21, Deutschland 14, Spanien 10, Indien 7, Italien/Frankreich/Großbritannien je 3, Kanada und Dänemark je 2, Rest der Welt 13 Prozent.
Top 10 der weltweit installierten Windleistung 2010 nach Staaten

Insgesamt ist seit Anfang der 1990er Jahre ein rasanter Anstieg der Windenergienutzung in Deutschland zu beobachten. So hat sich die Zahl der Windkraftanlagen in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Der Trend ist weiterhin steigend, wenn sich auch eine Sättigung der Zahl der installierten Anlagen abzuzeichnen scheint.

Die produzierte Menge an Strom aus Windenergie ist dem Ausbau der Windkraftwerke gefolgt, wenn auch nicht immer exakt mit der Höhe der installierten Leistung, weil auch die Windverhältnisse und damit die Meteorologie eines Jahres eine wichtige Rolle spielen. Hierfür war der Übergang vom Jahr 2008 auf das Jahr 2009 ein gutes Beispiel, als trotz steigender Zahl der Windkraftanlagen die produzierte Strommenge zurückging.

Weltweit waren 2010 insgesamt 194.390 Megawatt Windleistung installiert, davon rund 14 Prozent in Deutschland. Durch den rasanten Ausbau der Windenergieleistung in der Volksrepublik China auf 42.287 MW gab es im Jahr 2010 einen neuen Spitzenreiter, der die USA mit 40.180 MW vor Deutschland mit 27.212 MW auf den zweiten Platz verdrängte.

Insgesamt war in den ersten zehn Ländern mit der höchsten Windleistung 167.844 MW installiert. Das entsprach 86 Prozent der gesamten installierten Weltleistung von 194.390 MW.