Ausbau der Windkraft für die Energieversorgung
Weltweit liefert Wind bisher nur einen kleinen Bruchteil des benötigten Stroms. Doch diese Energiequelle wird stetig ausgebaut. Deutschland war bis 2007 noch Windweltmeister, doch seit dem Jahr 2010 liegt die Volksrepublik China vorne. Deutschland steht nur noch auf Platz drei der Weltrangliste hinter den USA, danach folgten Spanien und Indien.
Windenergie und Biomasse gefolgt von Wasserkraft und Photovoltaik waren im Jahr 2011 die Hauptquellen für den Beitrag der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung in Deutschland. Von 2010 auf 2011 st die Menge des Stroms aus Windenergie kräftig um 23 Prozent auf 46,5 Terawattstunden (TWh) angestiegen. Der kontinuierlich steigende Trend beim Ausbau der Windkraft hat sich auf insgesamt 22.297 Anlagen fortgesetzt und ergab zusammen eine installierte Kraftwerkskapazität von 29.060 Megawatt (MW).
Der Anteil der Windenergie an der Primärenergieversorgung Deutschlands hat sich im Jahr 2011 ebenfalls deutlich auf rund zwei Prozent erhöht gegenüber ein Prozent im Jahr 2010.
Nach Abschätzungen des Bundesumweltministeriums (Sachstand 2010) beträgt das ausbaufähige Potenzial der Windenergie auf dem Festland 45.000 MW und Offshore – auf offener See – jeweils zusätzlich 35.000 MW mit potenziellen Erträgen von 100 Terawattstunden pro Jahr auf dem Land und 135 Terawattstunden pro Jahr Offshore.
Insgesamt ist seit Anfang der 1990er Jahre ein rasanter Anstieg der Windenergienutzung in Deutschland zu beobachten. So hat sich die Zahl der Windkraftanlagen in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Der Trend ist weiterhin steigend, wenn sich auch eine Sättigung bei der Zahl der installierten Anlagen abzuzeichnen scheint.
Die produzierte Menge an Strom aus Windenergie ist dem Ausbau der Windkraftwerke weitgehend gefolgt, wenn auch nicht immer exakt mit der Höhe der installierten Leistung, weil auch die Windverhältnisse und damit die Meteorologie eines Jahres eine wichtige Rolle spielen. Hierfür war der Übergang vom Jahr 2008 auf das Jahr 2009 ein gutes Beispiel, als trotz steigender Zahl der Windkraftanlagen die produzierte Strommenge zurückging.
Weltweit waren nach Angaben des Global Wind Energy Council im Jahr 2011 insgesamt 237.669 Megawatt Windleistung installiert, davon rund 12 Prozent in Deutschland. Durch den rasanten Ausbau der Windenergieleistung in der Volksrepublik China auf 62.364 MW konnte das Land im Jahr 2011 seine Position als Spitzenreiter weiter ausbauen, gefolgt von der USA mit 46.919 MW vor Deutschland mit 29.060 MW auf Platz drei.
Insgesamt war in den zehn Ländern mit der höchsten Windleistung 205.526 MW installiert. Das entsprach knapp 87 Prozent der gesamten installierten Windleistung weltweit.
