Laufwasserkraftwerk (flickr, contri, CC-by-sa)

Laufwasserkraftwerke

Laufwasser-(Fluss)Kraftwerke sind Wasserkraftwerke an Bächen und Flüssen mit relativ nie­dri­gen Wasserstauhöhen von einigen wenigen bis maximal 15 Metern zwischen Wasserspiegel und Turbineneinlauf.

Dem jahreszeitlich mehr oder minder stark schwankenden Lauf­was­ser­an­ge­bot entsprechend schwankt auch das Angebot an erzeugbarem Strom. Die Leistung von Spei­cherkraftwerken liegt im Bereich von wenigen Megawatt (MW) bis zu maximal mehreren 1.000 MW. In Deutschland sind derzeit rund 50 Anlagen im Leistungsbereich von einigen MW bis zu meh­re­ren 100 MW installiert. Als ein Beispiel genannt sei das bereits seit 1924 in Betrieb stehende Walchensee-Kraftwerk in den bayrischen Voralpen mit einer Leistung von 124 MW, dies bei einer Wasserfallhöhe von 200  Metern und einer gespeicherten Energie von maximal etwa 42.000 Megawattstunden (MWh).

Die Leistung von Laufwasserkraftwerken liegt im Bereich von einigen Kilowatt (kW) bis zu wenigen 100 Megawatt. In Deutschland waren im Jahr 2007 knapp 8000 Anlagen in Betrieb, davon gut 7000 Anlagen im Leistungsbereich von einigen Kilowatt bis einem Megawatt, 347 Anlagen im Leistungsbereich von 1 bis 50 MW und 7 Anlagen im Leistungsbereich von 50 bis 150 MW.

Zum Vergleich: Zur Deckung unseres Strombedarfs standen uns im Jahr 2008 Kraft­wer­ke aller Art mit einer Leistung von insgesamt etwa 140 Gigawatt, davon Wasserkraftwerke mit einer Leistung von ca. 4,7 Gigawatt zur Verfügung. Sie haben damit einen Beitrag von etwas mehr als 4 Prozent geleistet.