Diagramme Uranreserven

Kernspaltung: Uran-Reserven der Welt

Bei den Uranressourcen unterscheidet man zwischen sicher gewinnbaren Reserven, die mit Kosten von bis zu 40 $/kg Uran abgebaut werden können und Ressourcen, die sich zusammensetzen aus Vorkommen mit höheren Gewinnungskosten und Vorkommen, die sehr wahrscheinlich vorhanden sind.

In folgenden 10 Ländern befindet sich das meiste Natururan: 49 Prozent in Australien, 14 Prozent in Kanada, 10 Prozent in Kasachstan, 7 Prozent in Brasilien, 6 Prozent in Südafrika, je 4 Prozent in China und Russland sowie je 2 Prozent in Usbekistan, Jordanien und dem Niger.
Größte Uranreserven weltweit

Neben diesen Hauptquellen geben Experten noch eine dritte Kategorie an, die der so genannten spekulativen Ressourcen. Zu diesen Vorkommen kommt noch Uran aus Lagerbeständen und vor allem aus alten Kernwaffenbeständen. Bei letzterem handelt es sich jedoch fast ausschließlich um angereichertes Uran. Dieses Material verfügt über einen höheren Anteil an dem Isotop Uran-235 als Natururan. Ein sehr großes Potential besteht darüber hinaus in der Gewinnung von Uran aus Meerwasser, was als technische Möglichkeit bereits mehrfach nachgewiesen wurde. Gegenwärtig schätzt man die Uranmenge im Meerwasser auf mehrere Milliarden Tonnen. Der Wärme-Energiewert von 1 Tonne Uran liegt zwischen 0,4 und 0,7 Petajoule, abhängig von vom genutzten Reaktortyp und der Art des verwendeten Brennstoffkreislaufs.

Die Reserven bis 80 Dollar pro Kilogramm machen 21 Prozent aller Uranvorräte aus, Vorräte mit Förderkosten zwischen 80 und 260 Dollar pro Kilogramm sowie unentdeckte vermutete Ressourcen 79 Prozent.
Uranreserven künftig

Zur Einschätzung des Potentials der Reserven und der Ressourcen ist anzumerken, dass in den gegenwärtigen Reaktoren nur Uran-235, also nur ein knappes Prozent des Natururans genutzt werden. Dabei ist weiter zu berücksichtigen, welcher Brennstoffkreislauf zum Einsatz kommt, das heißt, ob Uran und Plutonium rezykliert und damit zur weiteren Energieerzeugung genutzt werden.

Eine weitaus effektivere Nutzung des Urans bietet die Technik der schnellen Brüter, da mit ihnen auch die restlichen 99,3 Prozent aus dem Isotop Uran-238 zum größten Teil für die Energiegewinnung beitragen können. Damit würde sich das Potential des Natururans für die Energieerzeugung um etwa einen Faktor 60 oder mehr vergrößern.