Förderung für Neutronenforschung in Garching

BMBF fördert die Neutronenquelle der TU München mit rund 200 Millionen Euro - Helmholtz-Zentren Jülich, Berlin und Geesthacht steuern weitere 100 Millionen Euro bei

Forschungs-Neutronenquelle FRM II (links)
Forschungs-Neutronenquelle FRM II (links)

Garching - Die wissenschaftliche Nutzung der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) durch deutsche und internationale Forscher wird für die nächsten zehn Jahre mit insgesamt 198 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Weitere 105,2 Millionen werden die Helmholtz-Zentren Jülich, Berlin und Geesthacht aus ihren Budgets aufwenden. Grundlage ist eine Kooperation der Technischen Universität München als Betreiberin des FRM II mit den Helmholtz-Zentren zur gemeinsamen wissenschaftlichen Nutzung der Neutronenquelle.

Die Helmholtz-Zentren und die Universität wollen mit den Fördermitteln neue Instrumente bauen, bestehende Anlagen erweitern und Personal aufstocken. Derzeit stehen Wissenschaftlern aus aller Welt 24 Geräte am FRM II zur Verfügung, zukünftig sollen es über 30 sein.

Seit 2005 liefert der Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München Neutronen von hoher Intensität. Wenn Werkstoffe und Materialien mit diesen Neutronen bestrahlt werden, können Wissenschaftler sie auf der Ebene von Atomen untersuchen. Mit der Neutronenquelle lassen sich auch biomolekulare Vorgänge in Zellen beobachten, magnetische Materialien für Computerspeicher entwickeln oder Metallverbindungen für Wasserstofftanks in Elektroautos testen.