Sicher verpackt: Komposit-Speicher für Wasserstoff

Werkstoff könnte Grundlage für extrem sichere Wasserstofftanks bilden

Charlottesville (USA) - Heute werden mobile Brennstoffzellen meist mit Methanol betrieben, weil dieser flüssige Alkohol sicher in einem Tank gefüllt mitgeführt werden kann. Direkt mit Wasserstoffgas versorgt, können die kleinen Kraftwerke allerdings effizienter und ohne einen zusätzlichen Reformer Strom erzeugen. Amerikanische Materialforscher fanden nun einen Metall-Werkstoff, der sicherer als Flüssig- oder Hochdrucktanks das hochexplosive Gas speichern kann, und präsentieren diesen in der Fachzeitschrift "Physical Review Letters".

Adam Phillips und seine Kollegen von der University of Virginia griffen zu einem Titan-Ethylen-Komplex. Bis zu zwölf Prozent seines Eigengewichts an Wasserstoffgas kann diese Metallverbindung aufnehmen und festhalten. Wegen des hohen Energiegehalts von Wasserstoff reicht diese Menge im Prinzip aus, um vertretbar leichte Festkörpertanks für Wasserstoffautos oder mit Brennstoffzellen betriebene Elektronik herzustellen.

"Allerdings befindet sich unsere Forschung noch in einem frühen Stadium", sagt Phillips. Denn bisher haben sie zwar große Wasserstoffmengen in dem Material speichern können, doch noch keinen effizienten Weg gefunden, über den dieses Gas auch wieder freigesetzt und in Brennstoffzellen für die Stromgewinnung genutzt werden kann. Aber die Forscher sind optimistisch, diese Hürde mit weiteren Experimenten überwinden zu können. Dann stünde ein Material für die Produktion von explosionssicheren Tanks zur Verfügung, die vor allem in Brennstoffzellen-Autos eingesetzt werden könnten.