Eisberg-Riese in der Antarktis zerbrochen

Der europäische Umweltforschungs-Satellit Envisat beobachtet, wie der Eisberg A53A vor Südgeorgien in zwei gleich große Stücke zerbricht

Eisberg A53A zerbricht in zwei Teile
Eisberg A53A zerbricht in zwei Teile

Paris (Frankreich) - Schon am 1. März zeigten Bilder des Radar-Messinstruments "Advanced Synthetic Aperture Radar" (ASAR) an Bord des Satelliten Envisat einen Riss quer durch den Eisberg. Dies fand der kanadische Eisüberwachungsdienst C-CORE heraus, der Envisat regelmäßig für seine Aufgaben im Rahmen eines polaren Beobachtungsprogrammes nutzt.

Die Radaraufnahmen zeigte, dass der Eisberg instabil war und wahrscheinlich zerbrechen würde. Nur vier Tage später gelang eine Aufnahme mit einem anderen Instrument von Envisat, dem "Medium Resolution Image Spectrometer" (MERIS), dessen Aufnahmemethode in etwa einem Farbfoto mit extrem genauer Farbauflösung entspricht. Darauf sind zwei etwa gleich große Bruchstücke zusehen. Ihre Größe gibt die ESA mit etwa 30km Kantenlänge an.

Der Eisberg entstand im April 2005 durch kalben vom Larsen-Schelfeis. Er befindet sich nun in relativ warmen Gewässern, sodass die Experten der ESA ein zügiges Abbrechen vieler kleiner Eisberge erwarten.