Atmende Unterwasservulkane

Wie der Sauerstoff in die Atmosphäre kam

University Park (USA) - Schon vor 2700 Millionen Jahren begannen Cyanobakterien, Sauerstoff zu produzieren. Aber erst 200 Millionen Jahre später änderte sich die Erdatmosphäre, bis ausreichende Sauerstoffmengen die Entwicklung von neuem Leben ermöglichten. Amerikanische Forscher fanden nun die Ursache für diese Verzögerung. Wie sie in der Zeitschrift "Nature" berichten, verbrauchten Unterwasservulkane den Sauerstoff in großen Mengen.

"Erst die Zunahme an Sauerstoff ermöglichte die Evolution von komplexen, Sauerstoff atmenden Lebensformen", sagt Lee R. Kump von der Pennsylvania State University. Doch trotz der effektiven Sauerstoffproduktion der Cyanobakterien, fehlte das Gas in der Erdatmosphäre für Jahrmillionen. In uralten Gesteinsproben fanden sie die Lösung für dieses Rätsel.

Die zahlreichen Unterwasservulkane verbrauchten den Sauerstoff und lagerten diesen in sauerstoffhaltigen Mineralien ein. Erst nachdem sich die Landmassen der Erde verfestigten und sich mehr Vulkane an Land bildeten, ließ dieser Prozess allmählich nach und der Sauerstoffanteil in der Atmosphäre stieg an. Die Entwicklung des Lebens in der heute vorherrschenden Form konnte beginnen.