Neues Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts

Am 1. Januar 2009 wird in Erlangen ein neues Max-Planck-Institut gegründet

Prof. Gerd Leuchs
Prof. Gerd Leuchs

Erlangen - Die Universität Erlangen-Nürnberg darf sich über eine besondere Auszeichnung für eine ihrer Forschungseinrichtungen freuen: Aus der Max-Planck-Forschungsgruppe für Optik, Information und Photonik an der Universität wird ein Max-Planck-Institut (MPI) für die Physik des Lichts hervorgehen. Das hat der Senat der Max-Planck-Gesellschaft am 26. Juni 2008 beschlossen. Das Erlanger MPI wird voraussichtlich zum 1. Januar 2009 gegründet.

"Dies ist ein großer Tag für die Universität Erlangen-Nürnberg. Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Max-Planck-Gesellschaft, die beweist, dass an der Universität herausragende Forschungsarbeit geleistet wird", sagte Uni-Rektor Karl-Dieter Grüske nach der Bekanntgabe der Entscheidung. Er gratulierte vor allem Gerd Leuchs und Philip Russell, die das Institut als Gründungsdirektoren leiten werden, und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement beim Aufbau der Forschungsgruppe. Auch wenn das Max-Planck-Institut künftig als selbstständige Einrichtung firmiert, werden Universität und MPI weiterhin eng zusammenarbeiten, unter anderem in der Graduiertenschule "Advanced Optical Technologies" und im Exzellenzcluster "Advanced Materials". Die zwei Projekte wurden im Rahmen der Exzellenzinitiative an der Universität Erlangen-Nürnberg eingerichtet. Beide Direktoren des Instituts bleiben Professoren der Universität.

Das neue Max-Planck-Institut hat die Erforschung des Lichts sowie seiner Wechselwirkung mit Materie in allen Dimensionen des Raumes und der Zeit zum Inhalt. In enger Kooperation mit der Universität Erlangen-Nürnberg werden dort vier Abteilungen und mehrere Nachwuchsgruppen die Physik des Lichts und die Grundlagen der optischen Technologien untersuchen. Zurzeit arbeiten rund 140 Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler in der Erlanger Max-Planck-Forschungsgruppe. Im MPI sollen künftig bis zu 300 Mitarbeiter tätig sein. An einem Neubau für das Institut in der Nähe des Südgeländes der Universität will sich der Freistaat Bayern mit einem größeren zweistelligen Millionenbetrag beteiligen.