Preis für Einzelquanten-Spektroskopie verliehen

Physiker Robert Seguin der TU Berlin erhält Leopoldina-Preis für junge Wissenschaftler 2007

Berlin - Für seine wegweisende Weiterentwicklung der Methode der ortsaufgelösten Kathodo-Lumineszenz zur Einzelquanten-Spektroskopie erhält Robert Seguin, Physiker am Institut für Festkörperphysik der TU Berlin, den Leopoldina-Preis für junge Wissenschaftler 2007 Der Preis wurde im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Jahresversammlung der Leopoldina am 5. Oktober 2007 in Halle (Saale) übergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Robert Seguin ist Diplom-Physiker, hat an der TU Berlin und der University of Washington, Seattle (als Stipendiat der Reinhard Abraham-Studienförderung), Physik studiert und absolvierte dann einen Forschungsaufenthalt an der Université Montpellier II in Montpellier, Frankreich. Er arbeitet derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Festkörperphysik der TU Berlin. Im Rahmen seiner Dissertation entwickelte er in den letzten Jahren die Methode der ortsaufgelösten Kathodo-Lumineszenz derart weiter, dass er sich mit seinen Arbeiten weltweit an die Spitze all jener Gruppen setzen konnte, die Einzelquanten-Spektroskopie betreiben. Seine wissenschaftlichen Ergebnisse wurden in der für die Physik wichtigen Zeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht und vielfach zitiert. Seine Entdeckungen sind zum Patent eingereicht worden und gemeinsam mit zwei Koautoren wurde ihm dafür der Nanowissenschaftspreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung verliehen.

Seit 1993 wird der Leopoldina-Preis für junge Wissenschaftler aus Mitteln der Karl-Lohmann-Schenkung vergeben. Der Preis wird Nachwuchswissenschaftlerinnen oder -wissenschaftlern zuerkannt, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet und sich durch eine bemerkenswerte Leistung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, der Medizin oder der Wissenschaftsgeschichte ausgewiesen haben.

(wdp/jk)