Hauchdünne Leuchtfolien aus Aluminium

Alternative zu Leuchtdioden und Glühlampen

Urbana-Champaign (USA) - Heller als eine Glühlampe leuchten hauchdünne Folien mit dem Leichtmetall Aluminium. Amerikanische Forscher entwickelten dieses neue Leuchtmodul, das die Entladung eines Plasmas zur Lichterzeugung nutzt. Wie sie in der Fachzeitschrift "Journal of Physics D" schreiben, können damit sechsmal dünnere Leuchtflächen gebaut werden als mit herkömmlichen Leuchtdioden.

"Aufgebaut aus Aluminiumfolie, Saphir und geringen Gasmengen können diese Paneele wie Bilderrahmen an der Wand hängen", sagt Gary Eden von der University of Illinois in Urbana-Champaign. Das etwa 200 Quadratzentimeter große Labormuster besteht aus zwei Aluminiumfolien, die mit einer hauchdünnen Schicht aus Aluminiumoxid (Saphir) beschichtet sind. Nach Einschluss in einen Kunststoffmantel füllten die Forscher ein leuchtfähiges Gas ein. Durch eine nun angeschlossene elektrische Spannung wird das Modul je nach verwendeten Gas und Leuchtstoffen zur Aussendung von Licht in vielen verschiedenen Farben oder schlicht von Weißlicht angeregt.

Erste Messungen zeigten mit etwa 17 Lumen eine Leuchtstärke, die vergleichbar ist mit der von Glühlampen. Doch halten die Forscher eine Steigerung auf bis zu 30 Lumen für möglich. Da die Leuchtschicht nicht viel dicker ist als ein menschliches Haar, lassen sich auch großflächige und gewölbte Module herstellen. Mit diesen Eigenschaften könnten diese Plasmastrahler in Konkurrenz zu den leuchtenden Folien aus organischen Leuchtdioden treten. Doch ob sie den Entwicklungsvorsprung dieser OLED-Technologie aufholen können, bleibt abzuwarten. Von Vorteil könnte sich die mögliche längere Lebensdauer der strahlenden Aluminiummodule erweisen.