Ein letztes "hübsches" Foto

Die optische Kamera WFPC2 des Hubble Weltraumteleskops kommt kurz vor ihrem Austausch im Rahmen der fünften Service-Mission mit einem Abschiedsfoto noch einmal zum Zug

 

Der Planetarische Nebel K 4-55 aufgenommen von der Hubble-Kamera WFPC2
Der Planetarische Nebel K 4-55 aufgenommen von der Hubble-Kamera WFPC2

Florida (USA) - Als Tribut an die WFPC2 (Wide Field Planetary Camera 2), die als optische Kamera am längsten im Einsatz an Bord des Hubble Weltraumteleskops war, wurde am 5. Mai 2009 der Planetarische Nebel K 4-55 fotografiert. Das war der letzte Einsatz dieser Kamera. Drei Tage zuvor war eine Crew von sieben Raumfahrern mit der Raumfähre Atlantis gestartet, um das Hubble Weltraumteleskop von NASA und ESA zu besuchen. Die Astronauten werden einige Reparaturen und Aufrüstungen durchführen, unter anderem auch den Austausch der WFPC2 durch das erweiterte Modell Wide Field Planetary Camera 3 (WFPC3).

Dies ist die fünfte Mission zum Hubble Weltraumteleskop; schon in den Jahren 1993, 1997, 1999 und 2002 gab es Service-Missionen durch Astronauten von NASA und ESA, wobei jeweils unterschiedliche Reparaturen und Verbesserungen durchgeführt wurden. Während dieser nun letzten Mission werden die Raumfahrer im Rahmen von fünf Weltraumspaziergängen die restlichen noch anstehenden Verbesserungen realisieren. Damit wäre jeder Hauptbestandteil des Teleskops, abgesehen von den Spiegeln, mindestens einmal aufgerüstet worden - seit dem Start des Projekts 1990. Wichtigste Aufgabe dieser fünften Mission ist die Lieferung von zwei neuen Geräten: Zum einen die besagte Kamera WFPC3 und zum anderen das Spektrometer COS (Cosmic Origins Spectrograph), welches anstelle des inzwischen überflüssig gewordenen Korrektivs COSTAR eingebaut werden soll. Die Instrumente basieren auf neuester Technologie und sollen so das Potential des Teleskops für die Beobachtung der jüngsten Sterne und Galaxien des Universums optimieren.