Jupiter besitzt felsigen Kern

Computersimulationen des inneren Aufbaus des Planeten sind erstmals in guter Übereinstimmung mit den Vorhersagen seiner Entstehungsgeschichte

Der Planet Jupiter
Der Planet Jupiter

Berkeley (USA) - Der Planet Jupiter besitzt in seinem Inneren einen felsigen Kern mit der 14- bis 18-fachen Masse der Erde. Das zeigen Computersimulationen amerikanischer Geophysiker. Die Berechnungen liefern damit erstmals ein Modell vom Inneren Aufbau des Planeten, das mit den Vorhersagen seiner Entstehungsgeschichte in guter Übereinstimmung ist. Die Forscher berichten im Fachblatt "Astrophysical Journal Letters" über die Ergebnisse ihrer Modellrechnungen.

"Unsere Simulationen zeigen, dass es ein großes felsiges Objekt im Zentrum Jupiters gibt, das von einer Schicht aus Eis umgeben ist. Oberhalb dieser Region gibt es kaum noch Eis", sagt Burkhard Militzer von der University of California in Berkeley, einer der Wissenschaftler. "Damit unterscheiden sich unsere Ergebnisse erheblich von früheren Modellen, die einen sehr kleinen oder gar keinen felsigen Kern, sowie eine Mischung aus Gas und Eis durch die ganze Atmosphäre hindurch vorgesagt haben."

Nach den heutigen Vorstellungen der Astronomen ist Jupiter in der Entstehungsphase des Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren zunächst aus der Kollision kleinerer Felsbrocken entstanden. So bildete sich zunächst ein felsiger Kern, der dann mit seiner wachsenden Anziehungskraft das Gas aus seiner Umgebung ansammelte. "Daraus folgt natürlich, dass Jupiter einen großen felsigen Kern besitzen muss", so Militzer, "und das ist genau das, was unsere Simulationen vorhersagen."