Großer Meteoritenkrater in der Sahara entdeckt

Den bislang größten Einschlagkrater in der Wüste Sahara haben amerikanische Geologen auf Satellitenbildern entdeckt. Der "Kabira" getaufte Krater hat einen Durchmesser von 31 Kilometern.

Kebira-Krater
Kebira-Krater

Boston (USA) - Er entstand vermutlich vor über zehn Millionen Jahren durch den Einschlag eines etwa einen Kilometer großen Meteoriten. Der bisherige Rekordhalter in der Sahara war der zwölf Kilometer große Chad-Krater.

"Kabira ist unserer Aufmerksamkeit bislang vermutlich gerade deshalb entgangen, weil er so groß ist", erklärt Farouk El-Baz von der Boston University, der den Krater zusammen mit seiner Kollegin Eman Ghoneim entdeckt hat. "Bei der Suche nach Einschlagkratern konzentrieren wir uns zumeist auf kleinere Strukturen, die vom Erdboden aus sichtbar sind."

Die doppelte Ringstruktur der Kraterwälle von Kabira (arabisch für "groß") lässt sich jedoch erst auf Satellitenfotos ausmachen. Zudem, so El-Baz, sind die Kraterwände durch Wind und Wasser stark erodiert. Es finden sich sogar zwei ehemalige Flussläufe, die den Krater von Ost nach West durchqueren.

Der Krateruntergrund besteht aus 100 Millionen Jahre altem Sandstein, wie er sich fast überall unter der östlichen Sahara findet. El-Baz und Ghoneim hoffen nun, über eine genaue Analyse von Bodenproben, das Alter des Einschlagkraters genauer bestimmen zu können.