Geschichte der Energieforschung

Die Ursprünge der bundesstaatlichen, in Programmen organisierten Energieforschung gehen auf die vier Atomprogramme der Bundesrepublik Deutschland von der 2. Hälfte der 50er Jahre bis 1976 zurück.

Insgesamt gab es von 1957 bis 2009 in Deutschland zehn bundesstaatliche Energieforschungsprogramme. Hinzu kommen zahlreiche Forschungsanstrengungen der Länder und die der energieorientierten Industrie, die nach früheren Schätzungen die öffentlichen Aufwendungen erheblich übersteigen. Allerdings ist bei einem solchen Vergleich zu beachten, dass es für "Energieforschung" unterschiedliche Definitionen gibt.

Der finanzielle Aufwand für die allein von der Bundesregierung geförderte Energieforschung seit dem ersten Programmen beträchtlich, er betrug insgesamt 16.574,7 Mio. €. Vieles, was damit erarbeitet wurde, stellt heute den Stand der Technik dar: große Windparks und die weite Verbreitung der Photovoltaik bei den erneuerbaren Energien, die Steigerung der Wirkungsgrade der Kraftwerke, die hohen Sicherheitsmaßstäbe der Kernkraftwerke oder die unzähligen Verbesserungen der Energieeffizienz in allen Bereichen der Nutzung von Energie in der Industrie, den Haushalten oder im Verkehr.

Viele andere Vorhaben wurden zur technischen Reife entwickelt, aber nicht weiter verfolgt. Hierzu gehören vor allem die Schnellbrut- und Hochtemperaturreaktoren, die Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus Leichtwasserreaktoren oder der Kernenergieschiffsantrieb. Im Bereich der Kohletechnologien konnten sich Techniken, die mit viel Aufwand entwickelt wurden, nicht durchsetzen, weil sich die Umstände geändert haben. Ein Beispiel ist die Verflüssigung von Kohle, der die Politik unter dem Eindruck der beiden Ölkrisen in den siebziger Jahren einen besonders hohen Stellenwert für die Bereitstellung flüssiger Energieträger zugemessen hatte.

Mehr zum Thema

  • Die vier Atomprogramme von 1957 bis 1976

    Als Startpunkt der Energieforschung in Deutschland gilt das "Atomprogramm" vom 09.12.1957, auch als "Kernenergieprogramm bis 1965" und "Das erste kommerzielle Atomprogramm. Entwicklung bis zum Jahre 1965..." bekannt. Der politische Startpunkt für das Programm geht zurück auf das Jahr 1955, in dem der damalige US-Präsident Eisenhower sein Atoms-for-Peace-Programme verkündete und bis dahin geheim gehaltene Unterlagen zur Kernenergieforschung für die Wissenschaft freigab. 
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  • Energieforschungsprogramme von 1974 bis heute

    Parallel zum vierten Atomprogramm fassten der Minister für Forschung und Technologie Horst Ehmke und sein Nachfolger Hans Matthöfer 1974 die nicht-nukleare Energieforschung als Folge der ersten Ölpreiskrise in einem Rahmenprogramm "Energieforschung" unter Federführung der Bundesminister zusammen. Damit gaben sie zugleich den Startschuss für groß angelegte, umfassende Energieforschungsprogramme in allen OECD-Staaten, die sich 1974/75 - damals mit Ausnahme Frankreichs - zur Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris zusammenschlossen.  
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Wissenschaftsjahr 2010: Die Zukunft der Energie

Dokumentinfo

Mehr dazu im Web

  • Links

    • Energieforschung des BMBF

      Informationen zu aktuellen Fördermaßnahmen der Bundesregierung (URL: www.energieforschung-bmbf.de)

 
25.09.2010
Tag der Energie
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