EURECA - Europa auf der Suche nach Dunkler Materie

Aktuell noch mit der Suche nach den Teilchen der dunklen Materie - den WIMPs, beschäftigt, muss schon über den nächsten Schritt nachgedacht werden. Der Nachfolger von CRESST und EDELWEISS muss größer ausfallen und als Europäisches Projekt gemeinsam getragen werden - (H)EURECA!

Die Experimente CRESST und EDELWEISS suchen zur Zeit fieberhaft nach den Teilchen der dunklen Materie - den WIMPs, für "Weakly Interacting Massive Particles", also schwach wechselwirkende massive Teilchen.  

Wenn sich die Detektoren dieser beiden Projekte in der jetzigen Ausbaustufe bewähren, werden die Wissenschaftler versuchen, die Experimente auf Absorbermassen von insgesamt bis zu einer Tonne auszubauen. Dies wird nur in einer größeren Kooperation möglich sein. Deshalb wurde aus den Projekten CRESST und EDELWEISS eine Initiative für ein gemeinsames Nachfolgeprojekt EURECA auf europäischer Ebene gestartet.

Ziel ist es, die Teilchen der Dunklen Materie direkt nachzuweisen. Wenn gleichzeitig an Beschleunigeranlagen neue Elementarteilchen gefunden werden, vor allem am Large Hadron Collider (LHC) am CERN in Genf, und man durch das Studium ihrer Eigenschaften feststellen würde, dass auch die beobachteten WIMPs zur Familie dieser neuen Teilchen gehören, wäre nicht nur das Rätsel der Dunklen Materie gelöst. Darüber hinaus hätte man einmal mehr eine Verbindung zwischen der Physik des Allerkleinsten und der Astrophysik und Kosmologie aufgezeigt. Bleiben aber die mutmaßlichen Teilchen der Dunklen Materie unauffindbar, so sind vermutlich ganz neue Erklärungsansätze erforderlich, die wir uns mit unserem heutigen Verständnis von Gravitation, dem Aufbau des Universums und der Materie noch nicht vorstellen können.

Dokumentinfo

Mehr dazu in WDP

  • Artikel

    • EDELWEISS

       (URL: http://www.weltderphysik.de/de/5080.php)

    • CRESST

       (URL: http://www.weltderphysik.de/de/5079.php)

 
25.09.2010
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