Neutrino-Experimente

Um den unscheinbarsten, aber faszinierenden Teilchen, den Neutrinos, ihre Geheimnisse zu entlocken, und dem Rätsel der Neutrino-Oszillation auf die Spur zu kommen, nutzen Teilchen- und Astroteilchenphysiker die von Menschenhand hergestellten Neutrinos aus Reaktoren und Teilchenbeschleunigern.

Mehr zum Thema

  • Double-Chooz: Oszillationen von Reaktorneutrinos

    Mit dem Projekt Double Chooz in den französischen Ardennen bereiten Wissenschaftler aus Frankreich, Deutschland, Russland und den USA ein Experiment vor, das unser Wissen über Neutrinooszillationen und die fundamentalen Eigenschaften dieser Teilchen vervollständigen soll. Ein leistungsstarkes Kernkraftwerk dient als intensive Neutrinoquelle, die von zwei Detektoren mit unterschiedlichem Abstand zu den Reaktorblöcken beobachtet wird. 
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  • GERDA - Sind Neutrinos ihre eigenen Antiteilchen?

    Neben Photonen sind Neutrinos die häufigsten Teilchen im Universum. Dennoch bemerken wir sie nicht, weil sie mit Materie nur schwach wechselwirken. Ihre merkwürdigste Eigenschaft ist jedoch bisher nur ein theoretisches Modell und harrt der Entdeckung: Neutrinos könnten ihre eigenen Antiteilchen sein. Diese Eigenschaft würde eine Fülle neuartiger theoretischer Konzepte sinnvoll erscheinen lassen, die unser Verständnis vom Aufbau der Materie und von der Entwicklung des Universums beträchtlich erweitern würde. Mit Hilfe des GERDA-Experiments soll geklärt werden, ob Neutrinos tatsächlich ihre eigenen Antiteilchen sind und welche Ruhemasse sie haben. 
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  • KATRIN - eine Waage für Neutrinos

    Seit einigen Jahren ist bekannt, dass Neutrinos eine Ruhemasse besitzen. Sie gelten deshalb als Teilchen der Heißen Dunklen Materie. Die meisten Neutrinoexperimente können lediglich die Massendifferenzen von zwei Neutrinoarten messen. Die einzige Möglichkeit der direkten Massenbestimmung bietet der Betazerfall. Das Karlsruhe Tritium Neutrino Experiment KATRIN wird erstmals in der Lage sein, die Masse des Elektron-Neutrinos unterhalb von einem Elektronenvolt zu messen. Das internationale Experiment, das derzeit am Forschungszentrum Karlsruhe von mehr als hundert Wissenschaftlern und Ingenieuren aus fünf Staaten aufgebaut wird, nutzt Tritium als Medium für den Betazerfall. 
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Dokumentinfo

  • erstellt: 29.08.2007

  • Autor: Heidrun Bojahr

 

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