Neutrino-Experimente

Um den unscheinbarsten, aber faszinierenden Teilchen, den Neutrinos, ihre Geheimnisse zu entlocken, und dem Rätsel der Neutrino-Oszillation auf die Spur zu kommen, nutzen Teilchen- und Astroteilchenphysiker die von Menschenhand hergestellten Neutrinos aus Reaktoren und Teilchenbeschleunigern.

Mehr zum Thema

  • OPERA: Spuren der Neutrino-Oszillation

    Im Juni 2010 konnten Forscher am OPERA-Experiment zum ersten Mal direkt beobachten, wie Neutrinos sich von einer Art in eine andere umwandeln. Das Ergebnis ist ein Beleg dafür, dass die Teilchen tatsächlich eine Masse besitzen, was einen Widerspruch zum Standardmodell darstellt.  
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  • Double-Chooz: Oszillationen von Reaktorneutrinos

    Mit dem Projekt Double Chooz in den französischen Ardennen bereiten Wissenschaftler aus Frankreich, Deutschland, Russland und den USA ein Experiment vor, das unser Wissen über Neutrinooszillationen und die fundamentalen Eigenschaften dieser Teilchen vervollständigen soll. Ein leistungsstarkes Kernkraftwerk dient als intensive Neutrinoquelle, die von zwei Detektoren mit unterschiedlichem Abstand zu den Reaktorblöcken beobachtet wird. 
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  • GERDA: Verändert das Neutrino das Standardmodell?

    GERDA geht der Frage nach, ob Neutrinos ihre eigenen Antiteilchen sind. Die Beantwortung stellt höchste Anforderungen an das Experiment, mit dem sich Forscher 1400 Meter unter die Erde zurückgezogen haben. Wenn die Natur der Neutrinos dem Standardmodell der Teilchenphysik widerspricht, kann am Ende auch ein Wert für die Masse der Teilchen herausspringen. 
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  • KATRIN - eine Waage für Neutrinos

    Seit einigen Jahren ist bekannt, dass Neutrinos eine Ruhemasse besitzen. Sie gelten deshalb als Teilchen der Heißen Dunklen Materie. Die meisten Neutrinoexperimente können lediglich die Massendifferenzen von zwei Neutrinoarten messen. Die einzige Möglichkeit der direkten Massenbestimmung bietet der Betazerfall. Das Karlsruhe Tritium Neutrino Experiment KATRIN wird erstmals in der Lage sein, die Masse des Elektron-Neutrinos unterhalb von einem Elektronenvolt zu messen. Das internationale Experiment, das derzeit am Forschungszentrum Karlsruhe von mehr als hundert Wissenschaftlern und Ingenieuren aus fünf Staaten aufgebaut wird, nutzt Tritium als Medium für den Betazerfall. 
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Dokumentinfo

  • erstellt: 29.08.2007

  • Autor: Heidrun Bojahr

 
25.09.2010
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