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Ausbau der Windkraft für die Energieversorgung
Weltweit liefert Wind bisher nur einen kleinen Bruchteil des benötigten Stroms. Doch diese Energiequelle wird stetig ausgebaut. Deutschland war bis 2007 noch Windweltmeister, doch seit dem Jahr 2008 haben uns die USA abgelöst; andere Staaten wie Spanien und China haben weiterhin erheblich aufgeholt.
Windenergie und Wasserkraft sind die beiden Hauptquellen für den Beitrag der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung in Deutschland. Allerdings ist die Menge des Stroms aus Windenergie im Jahr 2009 gegenüber dem Jahr 2008 witterungsbedingt um ca. 6% auf 38 Terawattstunden (TWh) zurückgegangen, obwohl sich der steigende Trend beim Ausbau der Windkraft auf insgesamt 21164 Anlagen fortgesetzt hat. Sie waren über das ganze Bundesgebiet verteilt und ergaben zusammen eine Kraftwerkskapazität von 25.777 Megawatt (MW).
Nach Abschätzungen des Bundesumweltministeriums beträgt das ausbaufähige Potenzial der Windenergie auf dem Festland 45.000 MW und Offshore - auf offener See - jeweils zusätzlich 35.000 MW mit potenziellen Erträgen von 100 Terawattstunden pro Jahr bzw. 135 Terawattstunden pro Jahr. An der Primärenergieversorgung Deutschlands im Jahr 2006 war der Anteil der Windenergie mit 1 Prozent jedoch noch deutlich bescheidener.
Insgesamt ist seit Anfang der 90er Jahre ein rasanter Anstieg der Windenergienutzung in Deutschland zu beobachten. So hat sich die Zahl der Windkraftanlagen in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht. Der Trend ist weiterhin steigend, wenn sich auch eine Sättigung der Zahl der installierten Anlagen abzuzeichnen scheint.
Die produzierte Menge an Strom aus Windenergie ist dem Ausbau der Windkraftwerke gefolgt, wenn auch nicht immer exakt mit der Höhe der installierten Leistung, weil auch die Windverhältnisse und damit die Meteorologie eines Jahres hierfür eine wichtige Rolle spielen. Hierfür war das Jahr 2009 als trotz steigender Zahl der Windkraftanlagen die produzierte Strommenge zurückging ein gutes Beispiel.
Weltweit waren 2009 insgesamt 157.899 Megawatt Windleistung installiert, davon rd. 16 Prozent in Deutschland. Durch den weiteren Ausbau der Windenergieleistung in den USA auf 35.159 Megawatt blieb Deutschland zwar auf dem zweiten Platz der Weltrangliste, aber dies wird sich wahrscheinlich in Kürze ändern, weil nun in China ebenfalls ein rasantes Wachstum der Windkraftleistungen zu beobachten ist. Dadurch wurde schon 2009 Spanien vom dritten Platz verdrängt. Ebenfalls die Plätze 8 und 10 gewechselt haben Portugal und Dänemark.
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Dokumentinfo
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erstellt: 12.11.2006
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aktualisiert: 15.04.2010
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Autor: Hermann-Friedrich Wagner
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Redaktion: Lisa Leander
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Artikel

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Windenergie
(URL: http://www.weltderphysik.de/de/3953.php)

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