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Diagnosen: Der Blick in Hirn und Körper
Jahrtausendelang konnten sich Ärzte für ihre Diagnose allein auf äußerliche Symptome und die Berichte der Kranken stützen. Seit wenigen Jahrhunderten nutzen sie technisch-physikalische Hilfsmittel wie Spekulum (Optik), Fieberthermometer (Thermodynamik) oder seit rund hundert Jahren die Röntgendiagnose (Strahlenphysik). Den wahren Durchbruch in Sachen medizinisch-technischer Diagnose brachte jedoch das 20. Jahrhundert.
Moderne bildgebende Verfahren gestatten den Ärzten in höchster Bildqualität direkte Einblicke unter die Haut: Röntgentomographie liefert dreidimensionale Bilder der Knochenstruktur, Magnetresonanztherapie und moderne Verwandte stellen weiche Gewebe im Detail dar.
Moderne Lasertechnik liefert weitere Methoden, um krankhafte Veränderungen innerhalb des lebendigen Körpers zu erkennen. Und die Positronen-Emissions-Tomographie macht gerade ablaufende Stoffwechselvorgänge in Organen sichtbar. So ist es heute sogar möglich, die unterschiedlichen Hirnregionen zu beobachten, während sie mit dem Denken beschäftigt sind. Somit lässt sich nicht nur die Funktion des Hirns genauer erforschen. Die Technik liefert auch detaillierte Aussagen über mentale Krankheiten, die auf körperlichen Störungen beruhen.
Zentrales Element all dieser Methoden ist immer der Computer, ohne den mit seiner stetig anwachsenden Rechenleistung die Messergebnisse mancher Diagnosetechnik nicht sinnvoll auszuwerten und zu beurteilen wären. Einige der modernsten Diagnoseverfahren, etwa zur Früherkennung von Herzkrankheiten oder zur Hautkrebserkennung, sind nur dank aufwendigster mathematischer Algorithmenberechnung möglich, die ursprünglich zur Auswertung von Satellitendaten entwickelt wurden.
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