Kernspaltung: Uran-Reserven der Welt

Uran gilt noch als reichlich verfügbar. Sicher gewinnbare Reserven können mit Kosten von bis 40 US-Dollar pro Kilogramm Uran abgebaut werden. Doch mit mehr Aufwand lässt sich noch lange genügend Rohmaterial für Brennstäbe fördern.

Welturanreserven
Zoom für Bild Welturanreserven, dargestellt nach Förderkosten (Stand 2007).
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Uranreserven sind weltweit noch reichlich vorhanden, der Großteil allerdings bei Förderkosten von über 40 US-Dollar pro Kilogramm.

Bei den Uranressourcen unterscheidet man zwischen sicher gewinnbaren Reserven, die mit Kosten von bis zu 40 $/kg Uran abgebaut werden können und Ressourcen, die sich zusammensetzen aus Vorkommen mit höheren Gewinnungskosten und Vorkommen, die sehr wahrscheinlich vorhanden sind.

Neben diesen Hauptquellen geben Experten noch eine dritte Kategorie an, die der so genannten spekulativen Ressourcen. Zu diesen Vorkommen kommt noch Uran aus Lagerbeständen und vor allem aus alten Kernwaffenbeständen. Bei letzterem handelt es sich jedoch fast ausschließlich um angereichertes Uran. Dieses Material verfügt über einen höheren Anteil an dem Isotop Uran-235 als Natururan. Ein sehr großes Potenzial besteht darüber hinaus in der Gewinnung von Uran aus Meerwasser, was als technische Möglichkeit bereits mehrfach nachgewiesen wurde. Gegenwärtig schätzt man die Uranmenge im Meerwasser auf mehrere Milliarden Tonnen. Der Wärme-Energiewert von 1Tonne Uran liegt zwischen 0,4 und 0,7 Petajoule, abhängig von vom genutzten Reaktortyp und der Art des verwendeten Brennstoffkreislaufs.

Die Uranvorkommen, die nach heutiger Kenntnis bis zu Kosten von 40 US-Dollar pro Kilogramm abgebaut werden können, beliefen sich im Jahr 2007 auf eine Menge von 1,7 Millionen Tonnen. Die Vorkommen befinden sich in zu 96 Prozent in nur zehn Ländern, die sich relativ weit über die Erde verteilen. Kanada, Australien, Kasachstan, Russland, Niger und Namibia waren 2007 die Hauptlieferländer für Uran.

In der Kostenkategorie von 40 US-Dollar bis 130 US-Dollar wurden bis 2007 weltweit 5,5 Millionen Tonnen Uran entdeckt oder mit guter Begründung vermutet. Zusätzlich rechnet die Geologie noch mit bisher noch nicht entdeckten- und spekulativen Ressourcen in der Größenordnung von 16 Millionen Tonnen Uran.

Zur Einschätzung des Potentials der Reserven und der Ressourcen ist anzumerken, dass in den gegenwärtigen Reaktoren nur Uran-235, also nur ein knappes Prozent des Natururans genutzt werden. Dabei ist weiter zu berücksichtigen, welcher Brennstoffkreislaufkreislauf zum Einsatz kommt, das heißt, ob Uran und Plutonium rezykliert werden.

Eine weitaus effektivere Nutzung des Urans bietet die Technik der schnellen Brüter, da mit ihnen auch die restlichen 99,3 Prozent aus dem Isotop Uran-238 zur Energiegewinnung beitragen können.

Verteilung der Welturanreserven
Zoom für Bild Die zehn Staaten mit den größten wirtschaftlich abbaubaren Uranvorräten.
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Australien und Kanada gelten als die ergiebigsten Uranförderländer.

Damit würde sich das Potential des Natururans um etwa einen Faktor 60 oder mehr vergrößern.

In Deutschland waren im Jahr 2007 16 Kernkraftwerke mit einer Leistung von 20,4 Gigawatt (netto) im Betrieb. Der Anteil der Kernenergie an der Brutto-Stromerzeugung betrug mit 140,5 Milliarden Kilowattstunden 22,1 Prozent. Der Anteil an der Grundlastversorgung mit Strom lag bei 45 Prozent.

Weltweit trug die Nutzung der Kernenergie rund 14 Prozent zur Stromerzeugung bei, wodurch die globalen CO2-Emissionen um ca. 8 Prozent gemindert wurden, wären sie sonst durch fossile Primärenergien erzeugt worden.

Im Jahr 2007 wurden 439 Kernkraftwerke in 31 Ländern der Erde mit einer installierten elektrischen Bruttoleistung von insgesamt 393 Gigawatt betrieben, darunter z. B. 104 Anlagen in den USA, 59 in Frankreich, 56 in Japan, 31 in Russland und 19 in Großbritannien. Weltweit waren 32 neue Kernkraftwerke mit einer elektrischen Bruttoleistung von 28,4 Gigawatt im Bau.

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