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Die Realisierung von FAIR
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Februar 2003 entschieden, das vorgeschlagene Beschleunigerzentrum FAIR zusammen mit internationalen Partnern zu bauen. Dies geschah im Anschluss an die vom Wissenschaftsrat nach eingehender Begutachtung ausgesprochene Empfehlung dieses Projekt zu fördern.
FAIR wurde von der GSI zusammen mit Physikern aus aller Welt konzipiert und basiert auf den langfristigen Zukunftsperspektiven der Physik insbesondere der Hadronen- und Kernforschung. Darüber hinaus orientiert es sich an den Empfehlungen des OECD-Megascience Forums und des Nuclear Physics European Collaboration Commmittee (NuPECC).
Luftbild der bestehenden GSI-Anlage mit Computergrafik der neuen Anlage FAIR (rechts).
Die Kosten zu Errichtung der neuen Anlage, die die existierende Beschleunigeranlage der GSI als Vorbeschleuniger nutzt, betragen etwa 1,2 Milliarden Euro. Die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen werden 75 % der Kosten übernehmen. Vorraussetzung dafür ist jedoch, dass die restlichen 25 % durch internationale Partner getragen werden.
Insgesamt wollen zwölf Länder gemeinsam die Anlage FAIR an der GSI in Darmstadt realisieren: China, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Italien, Polen, Russland, Schweden und Spanien. Mit einer Absichtserklärung, dem "Memorandum of Understanding", haben sich die Unterzeichner-Länder im Wesentlichen zwei Ziele gesetzt: Zum einen eine Organisations- und Finanzierungsstruktur zur Durchführung des Projekts zu entwickeln. Zum anderen einen detaillierten Zeit- und Kostenplan für die technische Realisierung zu erarbeiten.
Aufgrund der herausragenden Forschungsmöglichkeiten wird die neue Anlage die Rolle eines zentralen Forschungslabors für Wissenschaftler des In- und Auslandes einnehmen. Die Zahl der Nutzer sollte sich dadurch von 1000 an der gegenwärtigen GSI auf etwa 2500 erhöhen. Entsprechend wird der Beitrag zur hoch qualifizierten Ausbildung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses anwachsen.
Das FAIR Beschleunigerzentrum in Darmstadt sichert die wissenschaftliche Konkurrenzfähigkeit Europas auf den Gebieten der Grundlagenforschung für mindestens zwei Dekaden.
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Dokumentinfo
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Quelle: Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI), Darmstadt
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aktualisiert: 15.05.2006
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Autor: Stefan Stohl
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