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Antimaterie
Als Spiegelbild der Materie sollte Antimaterie im Urknall zu gleichen Teilen entstanden sein wie die gewohnte Materie. Doch unser Universum scheint ausschließlich aus Materie zu bestehen. Warum die Antimaterie verschwunden ist, versuchen Forscher verschiedener Fachrichtungen zu ergründen: unter ihnen auch die Teilchenphysiker, die dazu Experimente mit K- und B-Mesonen oder mit Antiwasserstoff durchführen.
Antimaterie ist das Spiegelbild der Materie, sozusagen Materie mit umgekehrtem Vorzeichen - ähnlich wie Geld und "Antigeld" als Haben und Schulden auf unserem Kontoauszug erscheinen. Bei der Geburt des Universums im Urknall sollten Teilchen und Antiteilchen nach heutigem Kenntnisstand immer paarweise aus Energie entstanden sein: Zu jedem Teilchen gehört ein entsprechendes Antiteilchen.
Doch unser Universum scheint in seiner jetzigen Form ausschließlich aus Materie zu bestehen. Wie ist das geschehen? Wo sind die Antimaterieteilchen geblieben? Ist der heute beobachtete Materieüberschuss darauf zurückzuführen, dass sich Materie und Antimaterie doch nicht wie exakte Spiegelbilder verhalten? Ebenso wie Geld und "Antigeld" in Bezug auf den Zinssatz asymmetrisch sind - der Sollzins ist höher als der Habenzins -, könnten sich Materie- und Antimaterieteilchen in bestimmten Eigenschaften unterscheiden. Diese Unterschiede könnten wiederum für das Verschwinden der Antimaterie verantwortlich sein.
Das Geheimnis der verschwundenen Antimaterie beschäftigt Forscher zahlreicher physikalischer Fachrichtungen. In der Teilchenphysik werden dazu verschiedene Experimente durchgeführt, unter anderem mit K- und B-Mesonen und mit Antiwasserstoff. Auf der Suche nach einer Antwort wurden grundlegend neue Einblicke in die Gesetzmäßigkeiten unseres Universums gefunden - aber das große Ziel ist noch nicht erreicht: Die Teilchenphysiker kennen bisher noch keinen experimentell nachgeprüften Mechanismus, der zum Verschwinden der Antimaterie im Universum geführt haben könnte.
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