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Ordnung ist das halbe Leben
Bis heute hat man keine schlüssige Theorie, wie es zur Entstehung des Lebens vor etwa 4 Milliarden Jahren auf der Erde kam. Neueste Experimente zeigen einen Weg, wie sich Leben durch die spontane Selbstorganisation von Molekülen aus der Ursuppe entwickelt haben mag.
Schema der Gezeitenwirkung: Durch die Gezeiten lagern sich die Bausteine des Lebens Schicht für Schicht auf den Mineraloberflächen ab. So können dreidimensionale Objekte wie Proteine entstehen.
Schon Ende der 1940er Jahre machte sich der berühmte Physiker Erwin Schrödinger Gedanken darüber, was aus der Sicht der Physik Leben ist. Soviel ist klar: Bis heute hat man keine schlüssige Theorie, wie es zur Entstehung des Lebens vor etwa 4 Milliarden Jahren auf der Erde kam. Neueste Experimente zeigen einen Weg, wie sich Leben durch die spontane Selbstorganisation von Molekülen aus der Ursuppe entwickelt haben mag: Aus DNA- Basen und Aminosäuren entstehen auf Mineraloberflächen geordnete Strukturen, die zur Bildung eines primitiven genetischen Codes, sowie von Enzymen geführt haben könnten. Die hochauflösende Rastertunnelmikroskopie macht zum ersten Mal diesen Prozess sichtbar: Mit ihr lassen sich einzelne Moleküle direkt abbilden.
Modell der Entstehung von Leben: Auf der Kristalloberfläche lagert sich ein zweidimensionaler genetischer Code aus Uracil ab. Auf dem Code organisieren sich Proteine aus Aminosäuren.
Foto eines Kristalls: Auf der Kristalloberfläche (rechts stark vergrößert dargestellt) organisieren sich große Biomoleküle aus den Bausteinen des Lebens.
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Dokumentinfo
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Quelle: Highlights der Physik: "Physik und Leben" (Juni 2001)
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aktualisiert: 04.11.2003
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Autor: Alexander Pawlak
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